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   Erste wichtige Antworten zur neuen Grundsteuer     - Wir helfen gern! 1.   Muss man auch bei einer Eigentumswohnung eine Grundsteuer-Erklärung einreichen? 2.   Muss man für eine Ferienwohnung / Ferienhaus eine Grundsteuer-Erklärung einreichen? 3.   Wer muss bei einer Erbengemeinschaft die Grundsteuer-Erklärung abgeben? 4.   Wer muss bei einem Nießbrauch die Grundsteuer-Erklärung abgeben? 5.   Wer muss bei Grundstücken mit Gebäuden auf fremdem Grund und Boden die Grundsteuer-Erklärung abgeben? 6.   Muss bei Miteigentum jeder Eigentümer eine Grundsteuer-Erklärung abgeben? 7.   Muss man als Mieter eine Grundsteuer-Erklärung abgeben? 8.   Muss man jedes Jahr eine Grundsteuer-Erklärung abgeben? 9.   Braucht man für die Grundsteuer-Erklärung ein Elster-Konto? 10. Kann man die Grundsteuer-Erklärung auch auf Papier abgeben? 1.  Ja. Alle Haus- und Wohnungseigentümer müssen ab dem 1.7.2022 bis spätestens 31.10.2022 eine Grundsteuer-Erklärung elektronisch beim zuständigen Finanzamt abgeben. Bei Eigentumswohnungen gibt es aber die Besonderheit, dass zwei, in manchem Fällen sogar drei, Erklärungen abgegeben werden müssen: a)  Die Grundsteuer-Erklärung für die eigene Wohnung im Haus. b)  Die Grundsteuer-Erklärung für das Haus selbst, denn dieses ist ein eigener Baukörper, für den eine eigene Grundsteuer-Erklärung erforderlich ist. Diese Erklärung kann von den einzelnen Eigentümern abgeben werden. Dabei muss jeder Eigentümer der Wohnungseigentumsgemeinschaft (WEG) eine solche Erklärung einreichen. Im Idealfall stimmen Sie sich mit den anderen Eigentümern ab und geben eine identische Erklärung ab. Es ist auch möglich, dass nur ein Eigentümer die Erklärung für das Haus abgibt – sie gilt dann für alle Eigentümer. Auch die Hausverwaltung kann diese Aufgabe übernehmen. Allerdings kennen sich die wenigsten Hausverwaltungen mit dem Thema Steuern aus, denn das gehört nicht zu ihren Aufgaben. Bei Fehlern haftet die Hausverwaltung – hat aber in der Regel keine Versicherung für diesen Fall. Wir raten daher davon ab, die Grundsteuer-Erklärung für das Haus der Hausverwaltung zu übertragen. Wer sie nicht selbst machen kann oder will, beauftragt besser einen Steuerberater oder einen Fachanwalt für Steuerrecht damit. Lohnsteuerhilfevereine dürfen diese Aufgabe nicht übernehmen. c)  Eine dritte Erklärung kann für die Garage erforderlich sein, nämlich, wenn es für diese ein eigenes Grundbuchblatt gibt. Sind Garage und Haus grundbuchrechtlich zusammengefasst, ist nur eine Erklärung für Haus/Garage nötig. 2. Ja, für Ferienimmobilien in Deutschland muss eine eigene Grundsteuer-Erklärung eingereicht werden. Ferienimmobilien im Ausland sind nicht betroffen. Dabei gilt für die Ferienimmobilie das Grundsteuer-Modell des Bundeslandes, in dem sich die Ferienimmobilie befindet. Wer also zum Beispiel in Baden-Württemberg in einem eigenen Einfamilienhaus lebt und in Bayern eine Ferienimmobilie hat, gibt die Grundsteuer-Erklärung für das Einfamilienhaus nach dem Modell in Baden-Württemberg ab, für die Ferienimmobilie in Bayern gilt das bayerische Modell. 3. Erbengemeinschaften sind sogenannte »Gesamthandsgemeinschaften«. Sie müssen sich einig werden und zu einer einheitlichen Willenserklärung kommen – was gerade bei Erbengemeinschaften nicht immer einfach ist, denn hier gibt es oft Streit. Bei Erbengemeinschaften geben also alle Erben gemeinsam eine Grundsteuer-Erklärung ab (bzw. wenn mehrere Grundstücke/ Immobilien gemeinsam geerbt wurden: jeweils eine gemeinsame Grundsteuer-Erklärung pro Grundstück/Immobilie). Für die Übermittlung per Elster braucht die Erbengemeinschaft eine eigene Steuernummer. Ein eigener Elster-Account ist nicht erforderlich: Wenn ein Mitglied der Erbengemeinschaft bereits ein Elster-Konto besitzt, kann die Grundsteuer-Erklärung der Erbengemeinschaft über dieses Konto eingereicht werden. Voraussetzung: Es liegt eine Vollmacht der Miterben vor. Auch bei zerstrittenen Erbengemeinschaften sind die einheitliche Willensbildung und die gemeinsame Erklärung Pflicht. Kommt es zu keiner Einigung, können sich die Erben gegenseitig auf Abgabe einer gemeinsamen Willenserklärung – hier in Form der gemeinsamen Grundsteuer-Erklärung für die Erbengemeinschaft – verklagen. Ohne gemeinsame Erklärung wird das Finanzamt die Werte schätzen. Die sich daraus ergebende Grundsteuer wird mit großer Wahrscheinlichkeit höher sein als bei der Abgabe der korrekten Werte. 4. Ist bei einer Immobilie ein Nießbrauch eingetragen, muss der juristische Eigentümer die Grundsteuer-Erklärung abgeben – nicht der Nießbrauchsberechtigte! Das gilt auch dann, wenn im Nießbrauchsvertrag geregelt wurde, dass der Nießbrauchsberechtigte die Grundsteuer bezahlt. 5. Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, die Grundsteuer-Erklärung abzugeben – unter Mitwirkung des Eigentümers des Gebäudes. 6. Auch hier: Der Grundstückseigentümer ist verpflichtet, die Grundsteuer-Erklärung abzugeben – unter Mitwirkung des Eigentümers des Gebäudes. 7. Nein. Als Mieter sind Sie nicht verpflichtet, eine Grundsteuererklärung abzugeben. Das ist und bleibt die Aufgabe des Eigentümers – auch dann, wenn Sie als Mieter die Grundsteuer im Rahmen der Nebenkosten bezahlen. 8. Nein. Zum 1.1.2022 werden alle Grundstücke neu bewertet, deshalb muss in diesem Jahr eine Grundsteuer-Erklärung (offiziell heißt sie »Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte«) abgegeben werden. Eine solche »Hauptfeststellung« findet künftig alle sieben Jahre statt. Die nächsten Stichtage sind also der 1.1.2029 und der 1.1.2036. 9. Die Abgabe der »Erklärung zur Feststellung der Grundsteuerwerte« soll elektronisch über ELSTER erfolgen. Das wird voraussichtlich ab dem 1 Juli 2022 möglich sein. Dafür können Sie Ihr bereits bestehendes ELSTER-Konto verwenden. Falls Sie noch kein ELSTER-Konto haben, melden Sie sich bitte frühzeitig auf www.elster.de an: erfahrungsgemäß dauert es einige Wochen, bis der Anmeldeprozess abgeschlossen ist und Sie Ihr Passwort für ELSTER erhalten haben. 10. Die Finanzverwaltung möchte die Grundsteuer-Erklärung elektronisch haben – und das ist auch grundsätzlich sinnvoll: Das elektronische Verfahren erleichtert und beschleunigt die (automatisierte) Verarbeitung der Daten, entlastet die Sachbearbeiter und sorgt so dafür, dass Sie Ihren neuen Grundsteuerbescheid schneller erhalten. Immerhin müssen 36 Millionen Grundstücke neu bewertet werden! In absoluten Ausnahmefällen und nur auf Antrag wird aber auch die Abgabe auf Papier ermöglicht, zum Beispiel, wenn sich ein Eigentümer extra für die Erstellung der Grundsteuer-Erklärung einen Computer anschaffen müsste. Das wäre unverhältnismäßig. Quelle: https://www.steuertipps.de/
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